Barbara Cuesta umgibt eine zauberhafte Aura – die Singer-Songwriterin brilliert mit filigranen Gitarren-Arrangements, einer uniquen Stimme und poetischen Bildern, die sie mit ihren Songs erzählt: Intensive Landschaftsbilder, entsprungen ihrem Erleben der Welt als queere Musikerin mit migrantischen Wurzeln und komplexen, gleichzeitig pointierten Beobachtungen eines lyrischen Ichs. Die Indie-Szene in ganz Deutschlands begeisterte sie bereits mit ihren Alben „Barbara Cuesta“ und „Shine“.

2023 bereitet sie den Release ihres neuen Albums „Euphoria“ vor – musikalisch und textlich wählt sie die als Klammern Innovation, Menschlichkeit und die Ablehnung von Perfektion für die beiden Vorgänger-Alben. Dieser Linie bleibt die dreisprachige Singersongwriterin treu und hält gleichzeitig auf ihrem aktuellen Werk einige verblüffende Wendungen bereit.

So zeichnet sich ihr jüngster Output durch ein ungekünsteltstes Wechselspiel zwischen entwaffnender Süße und tougher Bissigkeit aus, wenn die Wahl-Berlinerin den verschiedenen Perspektiven ihres vielfältigen Ichs in den neuen Tracks Raum gibt. Dies bekommt geradezu wölfische Züge, wenn die Künstlerin in „A Head Will Roll“ eine überschwängliche Warnung heult und ein hypnotisches Plädoyer über die Destruktivität ihrer Gefühle hält – und prompt das vergebende Selbst channelt.

Insgesamt steckt Barbara Cuestas 2023 erscheinendes Album voller überraschender Metaphern und wegweisenden Umbrüchen, in denen Ozeane, Wölfe und Pfannkuchen zur Quelle neu entdeckter Kraft werden. Geschichten, die von queerer Vagabundenenergie aufgeladen sind und ihre enorme poetische Bandbreite zeigen. Die Klänge verfolgen und entzücken gleichermaßen. Das Projekt wurde von der Initiative Musik gefördert und wird von einem fantastisch kreativen und diversen Team getragen.

Mit Anklängen von Joni Mitchell, Tori Amos und Heather Nova haben ihr Gesangsstil und ihr musikalisches Können Barbara Cuesta wohlverdiente Auszeichnungen in ganz Europa eingebracht.

Die GEMA unterstützt das Vorhaben mit einem Stipendium, und so gründet Cuesta 2022 „Santianes Records“, benannt nach dem Heimatdorf ihrer Familie in Spanien.

Mit Co-Produzentin und Arrangeurin Zeina Azouqah produziert sie die erste Single „Little Blackbird“, bestehend aus zwei Tracks, die sowohl starkes Indie-Pop-Potenzial in sich tragen und gleichzeitig durch kunstvolle Violinen-, Cello-, und Querflöten-Arrangements beeindrucken.

Barbara Cuesta

Photo: Silke Weinsheimer